4:1-Packung am 1.Advent - Rudower Eckenhölle

Die 1. Männer des KSC verlieren auch ihr Auswärtsspiel in Rudow (1.12.13) und bekommen wieder vier Gegentore.

Dabei gaben die Neuköllner dem KSC vor allem durch ihre Eckbälle unlösbare Rätsel auf. Nach einer derartigen Klatsche sah es zunächst gar nicht aus. Zwar begann der TSV besser, hatte mit einem Schuss aus 16 Metern auch die erste Torchance (Ku...nze reagierte überragend). Doch mit der Zeit fanden sich auch die Köpenicker auf dem unliebsamen Kunstrasengeläuf besser zu recht. Chr. Lehmus hatte die nennenswertesten Aktionen. Seine Dribblings in den 16er endeten aber meist beim letzten Mann und er legte sich das Spielgerät zu weit vor. Als er nach Ballverlust bei einem vorpreschenden Abwehrspieler die Kugel wiederholen konnte, sah es am ehesten nach der Führung für den KSC aus. Sein Schuss wurde aber noch knapp neben das Gehäuse gelenkt. Die Partie war zumeist ausgeglichen. Über ihre rechte Seite kamen die Rudower zwar zu zahlreichen Flanken, die wiederum von der aufmerksamen Innenverteidigung Kadur/Wolgast oder Keeper Kunze entschärft werden konnten. Letzterer sorgte mit einem kleinen Ausflug an die Seitenlinie dann für Aufsehen - sein abgefangener Befreiungsschlag konnte vom Gegner aus 30 Metern aber nicht im KSC-Tor untergebracht werden. Kurz vor der Pause hatte dann Paeschke mit seiner besten Kopfballgelegenheit die beste KSC-Chance, der Neuköllner Schlussmann parierte jedoch wir ein Blitz. Zuvor hatte Hermstein mit seinem Abschluss ebenfalls im Rudower Schlussmann seinen Meister gefunden.

Die zweite Halbzeit sorgte dann für (zählbares) Furore. Einmal hatte der KSC noch Glück. Gegen den anschliessenden Eckball, der kurz vor Kunze am 5-Meter-Raum direkt verwertet werden konnte, schien die gesamte Hintermannschaft der Gäste überfordert. Eigentlich waren die Schickgram-Schützlinge nunmehr weitestgehend ohnmächtig, rannten sich vorne fest, spielten unsaubere Bälle und/oder droschen überhastet auf das Tor. Pohlmanns Sahne-Freistoß aus 18m brachte den KSC dann dennoch, zumindest vorerst, wieder zurück. Vorerst heißt bis zum nächsten Eckball der Rudower nur zwei Minuten später. Der raffiniert getretene Standard überliste Kunze und drehte sich direkt ins lange Eck. Als eine weitere Ecke nur unwesentlich später ebenfalls den Weg zu einem im Strafraum
parkenden Rudower fand, der das 3:1 markierte, war die Sache entschieden. Auch mit den inzwischen eingewechselten KSC-Kräften kam man nur noch zu einer Möglichkeit. Das Ergebnis ob der noch in etwa ausgewogenen Spiel-Anteile unverhältnismäßig in die Höhe schraubend setzte der Gastgeber per Abstauber noch den 4:1-Schlusspunkt. Ex-Rudower Kunze blieb es an diesem Tag lediglich vorbehalten, durch zwei Glanzparaden zwei weitere Rudower Chancen zunichte zu machen.

Der KSC kann irgendwie auf auswärtigen Plätzen gar nicht. Die bereits vierte Niederlage in der Fremde bedeutet vorerst Graues Niemandsland. Die momentane Talfahrt sollte jedoch jäh gestoppt werden, will man nicht Anfang der Rückrunde im Abstiegskampf teilnehmen müssen.

Spiel: TSV Rudow -KSC 4:1 H:(0:0),
Tore: 1:0, 1:1 Pohlmann, 2:1, 3:1, 4:1