Den Erwartungen nicht gerecht geworden - Schlappe in Pokalrunde 1

Die 1. Männer des KSC geben sich gegen den Landesligisten Türkiyemspor ideenlos und kassieren die erste Pflichtspielniederlage auf eigenem Platz seit gut 5 Monaten.

Die erste Elf bestand aus nur 4 Stammspielern. Trainergespann Schickgram und Moschewitsch gaben vor allem den bisherigen Reservisten und Auswechselspielern eine Chance... und hofften dabei auf ein entsprechendes Motivationsfeuerwerk.

Doch der KSC gab sich spielerisch und kreativ mau. Es entwickelte sich ein Spiel ohne Grosschancen. Die Mittelfeldreihen bestimmten das Geschehen. Aussichtsreiche Vorstößedes Gastgebers, meist über den Zehner Troisch, der sich jedoch auf seiner gewohnten rechten Seite merklich wohler fühlt, wurden trotz teilweiser Überzahl nicht effektiv genug zu Ende gespielt. Sturmspitze Harzer hatte die größte Chance, als er bei einem Flugball aus der eigenen Hälfte in den Raum geschickt wurde, den Ball jedoch nicht richtig traf. Die Fernschüsse von Troisch und Pohlmann flogen weit am Kasten vorbei. Auf der Gegenseite machte eigentlich die Abwehrkette Thiedemann, Speck, Wolgast und Selcuk ihren Job gut. Vor allem Speck zeigte sich bei seinen Zweikämpfen äußerst giftig. Doch auch er konnte nicht verhindern, dass es kurz vor der Pause zum 0:1 einschlug. Die Eingabe von rechts zum Führungstreffer der Kreuzberger konnte nicht verhindert werden, auch vor dem Tor zeigte sich der Landesligist williger und zielstrebiger. Kurz danach hätte es noch das 0:2 setzen können, als Wolgast im Eins gegen Eins den Ball verlor, der Schuss aber am Kasten Keeper Peka vorbeisegelte.

Die zweite Halbzeit begann der KSC zwar ebenfalls engagiert, zwingend wurde es vorne jedoch erst einmal nicht. Die keinesfalls übermächtigen Türken spielten vor allem hinten klar und konzentriert genug, so dass der KSC nicht zu gefährliche Abschlussaktionen kam. Dann kam es zur Vorentscheidung, als Wolgast und Selcuk einen Vorstoß des Gegners auf dessen rechte Seite nicht verhindern konnten und eine weitere kluge Eingabe zu einem Treffer für Türiyemspor führte. Die Schlussoffensive brachte erst durch Einwechslungen von Chr. Lehmus und Stassen Grosschancen mit sich. Denn nur eine Minute nach dem Doppelwechsel scheiterte Troisch im 16er nach Brummablage mit seinem Schuss. Auch Stassen verpasste aus kurzem Eck sowie aus halblinker Position. Als Troisch nach klugem Zuspiel von Lehmus mit einem weiteren 100%-igen am Kreuzberger Schlussmann scheiterte und Stassen aus zehn Metern die Latte traf war das Spiel bereits entschieden. Denn kurz zuvor erzielte der Gast nach Paeschke-Fehlpass im Mittelfeld das alles entscheidende 3:0. Das 3:1 von Chr. Lehmus kurz danach kam zu spät.

Der seitens des KSC ohnehin stiefmütterlich behandelte und nur gering eingeschätzte Pokalwettbewerb endet dann doch gefühlt zwei Runden zu früh. Doch gegen einen cleveren Gegner, der nur wenige Chancen brauchte, gewinnt man halt nicht im Vorbeigehen. Der KSC ist sich jedoch im Klaren: Das wichtigste ist der Klassenerhalt in der Berlin-Liga.

Spiel: KSC - Türkiyemspor 1:3 H:(0:1)
Tore: 0:1, 0:2, 0:3, 1:3 Chr. Lehmus