Die Abwehrrecken zeigen wie es geht – 3:2-Sieg gegen den Berliner SC

Der KSC ist zurück in der Erfolgsspur. Durch ein 3:2 gegen einen ausgebufften Berliner SC festigt der KSC seinen Platz im Tabellenmittelfeld. Und wenn man im letzten Spiel gegen Makkabi der Abwehr noch den schwarzen Peter zuschieben konnte, waren es an diesem Samstag (08.03.14) genau die Kicker der KSC-Defensive, die nicht nur den 1:2-Rückstand in einen Sieg umbogen, sondern damit auch das Versagen der eigenen Angreifer wett machten.

Es wäre eine bittere Niederlage gewesen. Der Berliner SC war zu Beginn der Partie zwar ein wenig spritziger. Zudem zeigten die Charlottenburger abgezockte Berlinliga-Mentalität, als sie die erste Chance in der 5. Minute (nach einem weiten Diagonal-Pass) eiskalt ausnutzten. In der Folge übernahm aber mehr und mehr der KSC das Zepter und erarbeitete sich ein Chancen-Plus. Vor allem über die linke Seite des KSC, wo Chr. Lehmus mit gefälligen Solos die Gegner beschäftigte, kam der KSC zu aussichtsreichen Möglichkeiten. Paeschke hatte nach Hermstein-Ablage den ersten Riesen, scheiterte aber knapp. Chr. Lehmus schlenzte nach seinem ersten gelungenen Dribbling auch noch knapp am Gehäuse vorbei. Beim zweiten Durchstarter buchsierte er die Kugel dann noch gerade rechtzeitig zu Paeschke, der dankend zum Ausgleich einschob. Der Berliner SC blieb zwar mit seinen Angreifern stets gefährlich. Zwei gute Eingaben erreichten diese nur ganz knapp nicht mehr. Zudem gab es nach Standardsituationen zweimal ein undurchsichtiges Hick-Hack im 16er des KSC, ehe der Ball geklärt werden konnte. Die besseren Möglichkeiten hatte aber bis zur Pause der Gastgeber. Stassen wurde zweimal durch Chr. Lehmus bedient, der Stürmer schoss jedoch aus bester Situation einmal über das Gehäuse und das andere Mal am langen Eck vorbei.

Die zweiten 45 Minuten knüpften zuerst nahtlos an die erste Halbzeit an. Der KSC, angetrieben durch die aktiven Pohlmann und Jacob, sowie gesichert durch die eigentlich gutaufgelegte Abwehr (Steinberg, Wolgast, Walden, Speck) erspielte sich ein Übergewicht. S. Stassen ließ sodann Grosschance drei und vier ungenutzt. Ein Übel, das sich auch rächen sollte. Konnte Kunze bei dem kurz darauf folgenden Konter den Schuss aus 10 Metern noch parieren, war er beim Nachsetzer machtlos. Bitter - auch weil der KSC danach es schwer hatte, wieder in das Spiel zu finden. Köpenicker Grosschancen blieben nunmehr aus. Chr. Lehmus und Paeschke auf den Aussenbahnen kamen nicht mehr so zum Zug wie noch vor dem Treffer zum 1:2-Rückstand. Die erlösenden Treffer erzielten die Köpenicker dann durch zwei Standards. Die jeweils mitaufgerückten Abwehrrecken Steinberg und Wolgast verwerteten im Stile eiskalter Vollstrecker per Direktabnahmen zum 2:2 sowie fünf Minuten vor Ende zum 3:2. Sie glätteten damit die Wogen, die durch die Unfähigkeit der Sturmspitze Stassen entstand.

Vor allem Trainergespann Schickgram und Moschewitsch grinsten nach dem Schlusspfiff von Ohr zu Ohr, trainierten sie doch noch am vortägigen Freitag Standards, die dem KSC dann auch zum Sieg verhalfen.
 
Spiel: KSC - Berliner SC 3:2 H:(1:1);
Tore: 0:1 (5.'), 1:1 Paeschke (17.'), 1:2 (60.'), 2:2 Steinberg (78.'), 3:2 Wolgast (87.')