Drei ganz dicke Punkte – Mit 2:1-Sieg in die Winterpause

 

Die 1. Männer sorgen mit dem etwas glücklichen aber nicht unverdienten 2:1-Sieg über die Reinickendorfer Füchse am 2.Advent (8.12.13) dafür, dass man beim KSC ohne größere Sorgenfalten unter dem Weihnachtsbaum sitzen kann.

 

Der Rasen im KSC-Stadion glich einem riesigen Schwamm. Der am Vortag gefallene und nun tauende Schnee macht vor allem die ersten 45 Minuten zu einer Wasserschlacht. Man versagte im Boden, der Ball rollte so gut wie gar nicht. Der KSC nahm dennoch das Zepter in die Hand und drückte bereits in der Anfangsphase auf den Führungstreffer, den dann auch ziemlich zeitig R. Lehmus markieren konnte. Sein Schuss aus 16 Metern wurde unhaltbar abgefälscht. Zuvor hatte der KSC durch Waldens Schuss an das Außennetz bereits an der Führung schnuppern dürfen. Die Gäste waren jedoch ebenfalls nicht ungefährlich. Bereits vor dem Führungstreffer kamen sie zu einem Abschluss aus 16 Metern (knapp rechts am Tor vorbei). Den Ausgleich hatten sie bei einer Ecke auf dem Kopf. Kunze lenkte das Leder aus 5 Metern aber reaktionsschnell über den Kasten. Der KSC zeigte sich im Anschluss wieder präsenter, vor allem über die Läufer Chr. Lehmus und Fischer kamen sie zu gefährlichen Möglichkeiten. Stassen Kopfball nach Fischer-Flanke wurde vom Reinickendorfer Schlussmann sehr stark pariert. Auch Chr. Lehmus fand im Füchse-Keeper seinen Meister, als dieser dessen Schuss aus sechs Meter und das schon sicher schienende 2:0 vereitelte. Viele Ecken belegten ebenfalls das Köpenicker Übergewicht. Bei den jeweils anschließenden Schüssen aus der zweiten Reihe (Pohlmann und zweimal Speck) fehlte es aber an der nötigen Präzision. Das Auslassen der Chancen zum zweiten Treffer sollte sich kurz vor dem Pausentee rächen. Sonst den Gegner gut im Griff habend, wurde die KSC-Innenverteidigung nach einem Ballverlust in der KSC-Vorwärtsbewegung überrannt, Kunze war im anschließenden Eins-gegen-Eins machtlos.

Dass der KSC weniger mit diesem Remis zufrieden gewesen wäre als der Gast sah man auch ab Minute 46. Viele Vorstöße wurden jedoch eher planlos vorgetragen. Vor allem die hohen Bälle auf Stassen waren Beute der Reinickendorfer Abwehrkette. Einzig die Dribblings von Chr. Lehmus gingen indes mit einiger Gefahr einher. Doch weder erreichten seine anschließenden Eingaben den jeweiligen Mitspieler, noch gab es bei seinem Fall im 16er einen Pfiff zugunsten des KSC. Pohlmanns Freistoß aus 20 Metern blieb ebenfalls nur im Ansatz gefährlich, er segelte über das Ziel hinaus. Gefährlicher war da schon der Schuss des Sechsers aus dem Spiel heraus, den aber wiederum der Torwart entschärfen konnte. Bei allem Engagement, dass der KSC in die Offensive legte, vergaß man jedoch in zweit Aktionen, nach Ballverlust wieder genug Personal hinter den Ball zu bekommen. So musste Kunze, der bereits in der ersten Halbzeit einmal als „Libero“ aushelfen und den Ball vor dem gegnerischen Stürmer retten musste, auch in Halbzeit zweimal auf dem Posten sein. Durch die Einwechslung des Linkaußen Brumm wurde dann der Grundstein für den Siegtreffer an diesem Tag gelegt. Vor dem Toraus rettend beförderte Brumm den Ball noch scharf vor das Tor der Gäste, wo ihn dann ein Pechvogel der Füchseabwehr selber hinter die Torlinie beförderte. Das bejubelte 2:1 konnte über die Zeit gerettet werden. Auch die letzten Angriffe der Füchse hatten nicht mehr die erforderliche Durchschlagskraft. Der Schiri erlöste die Südostberliner, die nun mit einem geruhsamen Punkte-Polster den Winterschlaf antreten können.

 

Spiel: KSC – Reinickendorfer Füchse 2:1 H:(1:1);

Tore: 1:0 R. Lehmus, 1:1, 2:1 (Eigentor)