Die 20 Minuten des KSC - Überragender Brumm !!!

Die 1. Männer des KSC standen am Sonntag, den 25.9.13, gleich doppelt unter Druck. Denn das Heimspiel gegen Sparta Lichtenberg (2. Platz) war zum einen ein richtungsweisendes Spiel gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn. Zudem wollte man Trainer Schickgram, der beim Gegner lange Zeit Trainer war bevor er zum KSC kam, mit einem guten Auftritt eine ...persönliche Freude machen.

Und was der KSC, bestärkt durch einen Zuschauerrekord (rund 180 Zahlende) und dem Mitauflaufen der 3.F-Jugend von Trainer Bastian Pöschke, in der ersten halben Stunde dem geneigten Fussballinteressierten anbot, war aller ehrenwert. Sofort schnürte man den Gast aus Lichtenberg in dessen Hälfte ein, spielte schnell, vor allem über die außen, und setzte bei gegnerischen Ballbesitz den Gegner umgehend unter Druck. Der erste Eckball nach gut zwei Minuten führte auch zur Führung. Eigentlich war es keine gute Ecke von Brumm, doch es sollte auch das Spiel des Linksaussen werden. Und so plumpste sein Bogenlampen-Eckball auf den Schädel des Abwehrrecken Wolgast, der unhaltbar ins Angel einnickte. KSC, beflügelt von der frühen Führung, legte gleich nach. Wieder war es Brumm, der der Absender des finalen Passes zum Tor war. Stassen schippte geschickt zum 2:0 ein. Und weiter ging's - das 3:0 nach etwa in Minuten 20 besorgte diesmal Brumm selbst, als er dem Keeper der Spartaner mit einem Schuss aus 17 Meter nach zügigen Sololauf über die Linke Seite keine Chance liess. Köpenick war aus dem Häuschen, Sparta paralysiert. Doch der Gast kam jetzt langsam zu seinem Spiel, und mit dem ersten nennenswerten Angriff kam der Noch-Tabellenzweite zum 1:3-Anschlusstreffer. Kadur, Bestandteil der sonst eisenharten KSC-Hintermannschaft, konnte das Eindringen des gegnerischen Stürmer in den KSC-16er nicht verhindern. Es sollte aber nicht der Beginn der großen Wende sein. Denn der KSC blieb vorne aktiv, vergab durch Paescke (Kopfball an die Querlatte), Stassen (nach R.Lehmus-Querpass und wieder Paeschke (nach Gleisinger-Vorlage) weitere Chancen. Daher war das 4:1, das dann doch noch durch einen Sahne-Freistoss von Brumm fiel, nicht unverdient. Stassen vergab einen weiteren Riesen, so dass es mit diesem Ergebnis in die Kabinen ging.

Die zweite Hälfte begann mit einem Hin-und-Her ohne große Chancen. Das große Aufbäumen der Lichtenberger war nicht zu erkennen, auch verständlich ob des großen Vorsprungs des Gastgebers. Dennoch stand Lichtenberg jetzt hinten sicherer und gewann im Mittelfeld, was in Halbzeit noch den Lehmus-Twins und Paeschke gehörte, mehr Zweikämpfe. Hinten war der vor allem in luftiger Höhe unbezwingbare Wolgast mehr gefordert. Speck und Gleisinger, in Halbzeit eins noch stets erster am Ball, sahen sich nun jeweils wieder erstarkten Gegenspielern gegenüber. Stassens Solo endete mit einem Rückpass in die Arme des Sparta-Schlussmanns, und im Gegenzug verkürzter der Gast nach feiner Direktabnahme einer Flanke aus 10 Metern (wieder war Keeper Kunze chancenlos) auf 2:4. Das Spiel wurde nun immer verkrampfter und unattraktiver. Der KSC war vorne nicht mehr so durchschlagskräftig, hielt hinten aber dicht und verhinderte, auch im eigenen Strafraum, Grosschancen des Gegners, hatte aber auch Glück als zehn Minuten vor dem Ende der Ball ohne einschussbereiten Spartaner durch den Fünfer rollte. Zwar war der Gastgeber zum Leidwesen der Köpenicker Anhänger weit weg vom Aufbau- und Angriffsspiel aus den ersten 45 Minuten. Einen Krimi wie in den letzten drei Partien mutete man dem Zuschauer aber nicht mehr zu, auch weil die Sparta-Kicker keinen Weg mehr zu einem Riesen fanden. Die eingewechselten Pohlmann, Thiedemann und Gussmann halfen in den Schlussminuten den 4. Saisonsieg in Folge zu verteidigen.

Ein glücklicher Coach lud eine noch über 2Stunden nach dem Spiel verbliebene KSC-Runde zum Bierchen ein. Jetzt ist man schon auf Tabellenplatz 2.

Spiel: KSC -Sparta Lichtenberg 4:2 H:(4:1),
Tore: 1:0 Wolgast, 2:0 S. Stassen, 3:0 Brumm, 3:1, 4:1 Brumm, 4:2