2:4-Pleite auf eigenem Platz

 

Der Klassenerhalt der Köpenicker ist ja (so gut wie) in der Tasche. Dennoch sollen die 1.Männer nicht ziellos durch das restliche Pflichtspielprogramm irren. Daher gaben die Trainer Schickgram und Moschewitsch ihrer Band nunmehr auf, am Ende der Saison die beste Heimbilanz in der Berlin-Liga aufzuweisen. Dieses Ziel ist jedoch am vergangenen Freitag (18.04.14) stark in Gefahr geraten. Denn gegen den Tabellennachbarn aus Wilmersdorf setzte es eine 2:4-Niederlage.

 

Danach sah es zuerst nicht aus. Der KSC kombinierte spielfreudig den Ball durch die eigenen Reihen und setzte viele Offensivakzente. Gleich früh kam es zu einer auch aus dem Köpenicker Pressing resultierenden Unstimmigkeit in der Abwehr der Westberliner, die Stassen zum 1:0 ausnutzen konnte. Auch danach war der KSC tonangebend. In dieser Phase verpasste es jedoch der Gastgeber nachzulegen (weitere Möglichkeiten durch Paeschke und Stassen blieben ungenutzt). Sowohl in der Zentrale mit Paeschke, Pohlmann, R. Lehmus als auch auf den Außenbahnen (Brumm und Chr. Lehmus) hatte der KSC meist Oberwasser und konnte sich immer wieder durchsetzen. Selbst das 1:1 nach circa einer halben Stunde wurde postwendend beantwortet. Kadurs langer Ball wurde zur Steilvorlage des durchgestarteten Chr. Lehmus, der eiskalt zur erneuten Führung einnetzte. Kurz vor dem Pausentee hatte Stassen dann die Riesen-Möglichkeit zum 3:1, sein Heber aus 16 Metern frei vor dem Torwart verpasste das Ziel aber denkbar knapp.

 

Die 2. Halbzeit begann vorerst mit zwei gleichstarken Kontrahenten, die jeweils beide ihr Heil im erfrischenden Offensivfußball suchten. Wilmersdorf konnte sich nun aber immer besser gegen die Angriffe des KSC einstellen. Viele lange Bälle des KSC wurden nun abgefangen und viele Zweikämpfe auf den Flügeln gingen an den 1.FC W. Nach einer Unstimmigkeit in der KSC-Abwehr führte eine gegnerische Kopfballstaffete zum Ausgleich. Es war der Knackpunkt des Spiels weil der Startschuss zur Wilmersdorfer Angriffsflut. Mit ihrem Stürmer Gakpeto zeigten die Wilmersdorfer, weshalb auch sie sich so früh für den Ligaverbleib qualifizieren konnten und bis dahin in der Rückrunde mehr Punkte holten als die Köpenicker. Nicht sehr lange nach dem Ausgleich kam der Gast durch seinen Stürmer Gakpeto zum 3:2 und (nach dessen schöner Einzelaktion) zum 4:2. Ohnmächtig versuchte der KSC das vorerst sicher beherrschende und nunmehr aus der eigenen Kontrolle geratene Geschehen noch einmal an sich zu reißen. Chr. Lehmus wartete jedoch mit seinem passenden Abspiel auf Stassen zu lange. Auch Stassen übersah während eines Angriffs beim Durchwühlen durch die FCW-Abwehr den besser postierten Brumm. Als auch ein Nachschuss von Stassen aus zehn Metern aus einem Eckballgewühl heraus sein Ziel verfehlte und der Wilmersdorfer Schlussmann ein Distanzschuss von Pohlmann entschärfte, war die Partie entschieden. Auch selbst noch zwei große Gelegenheiten auslassend fuhren die Gäste nach zwei vollkommen unterschiedlichen Halbzeiten nicht unverdient die Zähler in diesem Berlin-Liga-Fight ein.

 

Dem KSC wurde hingegen mit dieser Pleite deutlich gemacht, dass man mit einer derart unkonstanten Leistung in der Tabellenspitze sowie in der ersten Verfolgertruppe der Tabelle nichts zu suchen hat. Auch die bis dahin starke Heimbilanz (10 Siege aus 13 Partien) hat weitere Flecken bekommen.

 

 

Spiel: KSC – 1.FC Wilmersdord 2:4 H:(2:1);
Tore: 1:0 S. Stassen (4.'), 1:1 (21.'), 2:1 Chr. Lehmus (22.'), 2:2 (56.'), 2:3 (63.'), 2:4 (67.')