Pleite trotz TV-Event – 0:2 gegen starke Herthaner

Der Höhenflug der 1.Männer des KSC ist vorerst gestoppt. Gegen die in dieser Form garantiert mit dem Aufstiegskampf zu tun habenen Zehlendorfer setzte es am Freitagabend (20.09.13) eine 0:2-Niederlage. Zeugen, dass an diesem Tag das bessere weil abgezocktere Team gewonnen hat, gab es genug. Denn im Rahmen einer TV-Kampagne wurde das Berlin-Liga-...Spiel von einem halben Dutzend Kameras (incl. Elektro-Kamera-Fahrzeug und Kamera-Drohne) festgehalten. Als Beispiel für die Arbeit im Berliner Amateur-Fußball werden Ausschnitte alsbald im Internet sowie in einem Bericht vor dem Anstoß des DFB-Länderspiels im Oktober diesen Jahres zu sehen sein.

Der KSC begann eigentlich frischer und druckvoller. Die Außen Speck und Brumm bzw. auf der anderen Seite Gleisinger und Trosich gut einbeziehend, rannte man gen Führungstor. Doch bis auf einige Ecken sprang vorerst nichts raus. Den größten Riesen hatte dann Brumm aus dem Spiel heraus. Herrlich freigespielt von Gleisinger schoss er jedoch aus bester Position allein vor dem Keeper über das Gehäuse. Die vergebene 100%-ige war dann irgendwie der Wendepunkt. Mit ihrer strarken Strumspitze Robben zogen die Zehlendorfer nunmehr ein Marsch nach dem anderen auf das Tor von KSC-Keeper Kunze. Während der KSC noch Glück hatte, dass es kein Elfmeter gab, als Kadur mit Robben im Laufduell aneinander geriet, war das Glück bei einem Freistoß aus halbrechter Position auf Seiten der Südwestberliner. Der scharf getretene Ball fand den Kopf von Robben. Kunze war machtlos, der KSC geriet auch wie in den drei vorherigen Auswärtsspielen auf fremden Platz in Rückstand. Zehlendorf war nun überlegen. Stassen wurde quasi abgemeldet, wenn er denn mal durch war, wurde er, teilweise äußerst rustikal, von den Beinen geholt. Auch die Zentralen Paeschke und die Gebrüder Lehmus kamen nicht zu ihrem Kurzpassspiel. War es die nunmehr zu Wünschen übrig lassende Bewegung der Gäste oder das kompakte Auftreten der Zehlendorfer - Der KSC musste auf jeden Fall bei eigenem Aufbauspiel meist die Bälle unkontrolliert nach vorne buchsieren. In der Offensive war Zehelnedorf weitaus zwingender. Und obwohl Kadur uind Wolgast sowie die KSC-Außenverteidigung keinen schlechten Job machten, musste Kunze zweimal hervorragend parieren, um die Vorentscheidung zu verhindern. Zwei weitere Male rauschte der Ball knapp am KSC-Gehäuse vorbei. Der KSC fing sich dann wieder so etwa zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff. Durch gute Vorstöße und vor allem durch gute Ecken lag auf einmal wieder der Ausgleich in der Luft. Der persönliche Bewacher von Stassen war bei zwei Eingaben aber eher am Ball und konnte klären. Wolgasts guter Kopfball fischte der Keeper per Glanzparade aus dem Angel.

Das auf hohem Niveau ausgetragene Berlin-Liga-Spiel ließ in den zweiten 45 Minuten zwar ein bissl an Tempo nach. Spannend blieb es dennoch. Stassens Eingabe fand im 16er leider keinen Abnehmer. Auch der Vorstoß über Brumm und Stassen nur wenig später konnte nicht zum Ende geführt werden. Das Spiel wurde, aufgrund seiner Spannung, nun auch umkämpfter. Der Schiri entschied, auch wenn aus Sicht des KSC teilweise nicht gerechtfertigt, sehr oft auf Freistoß. Hinzukamen Niglichkeiten unter den Akteuren.
Die Zehlendorfer hielten den Ball jetzt wieder grundsätzlich weit weg vom eigenen Tor. Bei einem Angriff gut zwanzig Minuten vor dem Spielende zeigte sich dann, dass Zehlendorf im Punkto Effektivität zumindest an diesem Abend einfach besser war als der Gast. Goalgetter Robben behauptete den Ball und schoss eigentlich aus eher ungefährlicher Postion aus 18 Meter unhaltbar ins lange Eck. Die Messen waren gesungen. Der KSC verkrampfte zusehenst, hatte noch durch einen Troisch-Schuss eine gute Möglichkeit zum Anschluss. Den Abpraller konnte Brumm nicht mehr erlaufen, eins von vielen Beispielen, dass die Zehlendorfer vor allem in ihrer Defensive an diesem Tag meist ein Schritt schneller waren als die Schickgram-Kicker. Auch die Fernschüsse von Stassen und dem eingewechselten Pohlmann fanden nicht ihr Ziel sondern die Tartanbahn. Der Schiri pfiff ab, die zweite Saison-Niederlage des KSC war offiziell und ob des konzentrierten und effiktiven Auftretens des Gegners auch keinesfall unverdient.

Nun heißt es wieder Zurückkommen in die Erfolgspur. Gleich am kommenden Freitag empfängt der KSC in einem weiteren Flutlichtspiel die Spandauer des SC Gatow (Anstoß im KSC-Stadion 20 Uhr).

Spiel: Hertha 03 Zehlendorf – KSC 2:0 H:(1:0);
Tore: 1:0, 2:0 (beide Robben)