KSC schlägt sich wacker gegen BAK

Wer weiß, ob und wann der BAK zum ersten Tor gekommen wäre, wenn dem KSC nicht in der Abwehr ein grober Schnitzer unterlaufen wäre und der BAK-Stürmer den verunglückten Rückpass erlaufen und zum Führungstor verwertet hätte.

Denn zu diesem Zeitpunkt waren schon gut 20 Minuten im KSC-Stadion gespielt und der gut sortierte KSC ließ bis auf eine Chance des Regionall...igisten, bei der der Stürmer per Laufpass in die Tiefe geschickt wurde, aus 16 Metern jedoch über das Tor ballerte, weitestgehend nichts zu. Natürlich war der KSC in Punkto Zweikampfverhalten, Ballbesitz, Spielanteile und Fitness um mindestens zwei Klassen unterlegen. Doch die vor Keeper Kunze agierende Abwehr Wolgast, Walden, Kadur und Gleisinger ließen sich nicht aus der Reserve locken und standen gut. Schon ab der 1. Minute drückte der BAK, jedoch ohne zwingend zu werden. Sobald der KSC im Ballbesitz war, wussten die Akteure nicht wohin mit Selbigem. Sofort stellte der 4-Ligist alles zu und provozierte Befreiungsschläge, den weder die einzige Sturmspitze Chr. Lehmus, noch die Mittelfeldachse Pohlmann, Troisch und Kayacillar hätten erreichen können. Die Sechser R. Lehmus und Perschke waren im vollen Umfang in die Defensivarbeit eingebunden. Bis auf einen Wolgastkopfball in der 45. Minute hatte Ex-KSC-Torwart Niendorf im Gehäuse der Gäste eine beschäftigungslose erste Halbzeit. Wie gesagt: Das 0:1 ebnete dann doch den Weg Richtung erwartungsgemäßen Auswärtssieg des BAK. Begünstigt vom Führungstor ließ der Hoffenheim-Bezwinger nur zwei Minuten später eine Traumkombo zum 2:0 folgen. Trotz zwei weiterer guter Möglichkeiten des BAK ging es dann mit diesem Resultat in die Pause.

Nach dem Wechsel knüpfte der BAK dort an, wo er in Minute 45 aufgehört hatte. Der KSC wurde bei eigenem Angriff sofort vor die unlösbare Frage gestellt: „Wohin mit dem Ball“? Das Durchsetzten Eins-gegen-Eins wurde zwar vereinzelt versucht, doch nur in Ausnahmefällen wurde dies nicht mit dem sofortigen Ballverlust bestraft. 10 Minuten nach Wiederbeginn erfolgte ein weiterer Doppelschlag der Gäste, wobei es dann doch schon zu einfach aussah, wie die Halbprofis aus Wedding im Strafraum des KSC den Ball behaupten und sich wenn nötig mit der Kugel Richtung KSC-Tor, dass in Halbzeit zwei von Hamann bewacht wurde, drehen konnten. Dann erfolgten die ersten Angriffe durch den Gastgeber, zumindest bis Strafraumnähe. Stassens Tiefenpass auf Troisch war noch zu lang. Besser war der Ball von Walden auf Stassen, den der Stürmer mit Glück im Zweikampf mit zwei Abwehrspielern behaupten und per abgefälschten Schuss an Niendorf vorbei zum umjubelten Ehrentreffer buchsieren konnte. Danach zog der BAK wieder an, vergab vier gute Möglichkeiten, bei der auch Hamann in drei Aktionen gute Reflexe zeigen konnte. Der nun frecher wirkende KSC hatte vor allem über die neuen Flügel Brumm und Hartung frischen Wind, auch das Zusammenspiel mit dem ebenfalls eingewechselten Jacob erschien besser. Eine gute Möglichkeit hatte der KSC noch, als Hartung eine schwer zu nehmende Brumm-Eingabe aus 8 Metern in den Köpenicker Abendhimmel jagte. Als der BAK per schönem Fernschuss noch das 5:1 machte, entschied sich der Schiri den Test abzupfeifen.

Der KSC bedankt sich für erfahrungsreiche 90 Minuten. Ein Plausch mit Keeper Niendorf nach dem Spiel begründete den vor allem im Fitnessbereich ofensichtlichen Unterschied. Während der KSC im Verlauf des Julis auf insgesamt (incl. Spiele) auf gute 15 Einheiten kommt, haben die BAKer bereits 43 Einheiten in dieser Vorbereitung absolviert ...

Spiel: KSC – Berliner AK 1:5 H:(0:2) Tore: 0:1, 0:2, 0:3, 0:4, 1:4 S. Stassen, 1:5