Eindeutig unterlegen gewesen – 2. Heimniederlage gegen TeBe

 

Mit dem Gegner aus Charlottenburg kam am Sonntag, den 24.11.2013, zwar eigentlich nur noch ein großer Name an die Wendenschlossstraße. Denn aus dem einstigen Bundesligisten ist inzwischen eine Berlin-Liga-Band (mit bis dahin nicht mehr Punkten als der KSC auf dem Konto) geworden. Die folgenden 90 Minuten sollten aber zeigen, dass TeBe – zumindest an diesem Tag – dann doch eine Klasse besser als die Köpenicker war.

 

Von Beginn an nahmen die Gäste mit ungeheurem Tempo Kurs auf das Tor von Keeper Kunze. Schlüssel war die Zweikampfstärke im Mittelfeld und die gefährlichen Vorstöße über die schnellen Außenspieler. Eine Eingabe vom rechts führte dann auch fast zur Führung, Kunze parierte den Schuss aus nächster Nähe jedoch überragend. Gleich die folgende Ecke sollte jedoch zur Führung führen, der Schuss aus 16 Metern ließ auch Kunze keine Chance. Während der KSC noch sein Rhythmus suchte, suchte TeBe sofort den Weg zur Vorentscheidung. Zwei weitere Abschlüsse segelten knapp über bzw. neben das Köpenicker Gehäuse. Den Ausgleichstreffer, der zu der Zeit äußerst schmeichelhaft gewesen wäre, hatte der gut durch Chr. Lehmus freigespielte Stassen auf dem Fuß, vergab aber kläglich. Weitere Vorstöße des KSC endeten zumeist vor dem Strafraum oder mit ungefährlichen Schüssen auf den Keeper bzw. weit am Tor vorbei. Vor allem Brumm hatte mit seinem Gegenspieler immer wieder im Eins-Eins das Nachsehen. Doch auch Stassen sowie die drei Zentralen Paeschke und die Lehmus-Brüder kamen kaum zu Ball- bzw. Raumgewinnen. Das 2:0 Mitte der ersten Halbzeit war abermals der Beweis für die Handlungschnelligkeit und Genauigkeit der Gäste. Es sollte die Vorentscheidung gewesen sein.

Denn in der Halbzeit zwei kamen die Gastgeber zwar zu mehr Offensivaktionen und hatten nunmehr auch mehr Räume im Mittelfeld. Echte Tormöglickeiten blieben aber weiter rar gesät. Kadur, an diesem Tag noch bester KSCer, sowie Speck, Walden und Wolgast machten ihre Aufgabe in der Abwehr keineswegs schlecht. Viele entscheidende Zweikämpfe in kribbligen Situationen wurden gut gemeistert und viele Eingaben des Gegners geklärt. Doch vorne rannte sich der KSC immer wieder fest. Eine Eingabe von Brumm hätte Stassen beinahe erreicht, die zwei Meter vor der Torlinie liegen gebliebende Kugel wurde aber noch in letzter Sekunde rechtzeitig geklärt. Beim 3:0, das gegen die nun weiter aufgerückte KSC-Elf durch einen Konter fiel, zeigte dann abermals die Abgezockheit der Lila-Weißen. Damit erzeugte auch der Treffer der Köpenicker zum 1:3, den Paeschke per Foul-Elfmeter erzielte, keine Spannung mehr. Im Gegenteil: Nach dem der KSC in zwei Angriffsaktionen der Gäste noch Glück bzw. die Zweikampfstärke auf seiner Seite hatte, konnte das 1:4 kurz vor Schluss durch Torjäger Fuß nicht verhindert werden.

 

„Keinen Vorwurf an die Truppe, aber heute haben wir unsere Grenzen aufgezeigt bekommen“, kann man die Auffassung des Trainers Schickgram zu diesem Spiel zusammenfassen. Und da Bilder ohnehin mehr als 1000 Worte sagen, soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass die spielentscheidenden Situationen und sonstigen Aufreger sowie die Interviews der Trainer durch Spree-Kick-TV im Internet zusammengestellt wurden (www.spreekick.tv/).

Spiel: KSC - TeBe 1:4 H:(0:2) ;
Tore: 0:1, 0:2, 0:3, 1:3 Paeschke (FE), 1:4