Mahlsdorfer Beton zu dick – 1:2-Niederlage auf eigenem Platz

 

Der KSC verliert im letzten Heimspiel der Saison (25.05.2014) gegen den Ortsnachbarn Eintracht Mahlsdorf knapp und lässt dabei vor allem Durchschlagskraft in der Offensive vermissen.

 

Die Auseinandersetzung der beiden Teams, die auch in der Tabelle nahezu gleich auf sind, begann ausgeglichen. Dabei zögerte der KSC nicht, forsch nach vorne aufzuspielen. Gute Pässe der Zentralen Pohlmann und R. Lehmus in die Tiefe sorgten für Gefahr. Stassen und Paeschke wurden, als sie eigentlich schon durch waren, jedoch noch von der Eintracht-Innenverteidigung abgelaufen. Der Gast zog sein Angriffsspiel mehr über die Außen auf. Als der KSC bereits einen Angriff in abgewehrt hatte, erkämpfte sich der Gast an der Außenbahn erneut das Spielgerät und durch eine scharfe Eingabe in den 16er kam Ex-KSCer Klatt (auch etwas glücklich) zum Einschuss zur Mahlsdorfer Führung (8.'). Von da an bekam das Spiel der KSCer einen Bruch. Die Angriffe versandeten nun schon vor dem 16er, da Zweikämpfe meist erfolglos bestritten wurden oder die Flanken schlecht geschlagen wurden. Chancen zum Ausgleich konnte sich der Gastgeber erst gegen Ende der 1. Halbzeit erarbeiten. Die Eingabe von Chr. Lehmus nach dessen Solo fand jedoch keinen Abnehmer. Den Schuss von Rechtsaußen Fischer parierte der Mahlsdorfer Keeper bravourös. Mahlsdorf investierte seinerseits ebenfalls nicht mehr als nötig in die Offensive, kam jedoch dennoch zu zwei guten Möglichkeiten, die von Keeper Peka entschärft werden konnten.

 

Auch nach der Pause versuchte der KSC den Gegner von Beginn an unter Druck zu setzen. Die Abwehr der Hellersdorfer war fast immer kaum zu überwinden. Durch hinzukommendes gutes Stellungsspiel wurden auch lang geschlagene Bälle rechtzeitig entschärft. Und wenn die Köpenicker mal durch waren, ließen sie einen guten Abschluss vermissen. So konnte der durchgestartete im 16er Paeschke noch abgelaufen werden. Bei einem schnell ausgeführten Freistoß scheiterte er am Schlussmann der Gäste. Mit zunehmender Spieldauer häuften sich die guten Konterchancen für die Eintracht. Peka blieb aber im Eins-Eins nervenstark und machte beim Herauslaufen die Winkel für den Eintracht-Stürmer geschickt spitz. Auch bei zwei weiten Fernschüssen ließ er durch gute Reaktionen die Köpenicker Hoffnung auf einen Punktgewinn am Leben. Doch an diesem Tag sollte dem KSC gegen die Massive Abwehr nichts mehr einfallen. Und bei einem weiteren Konter zehn Minuten vor Schluss fiel dann auch die Entscheidung, als Peka beim Nachsetzen keine Abwehrchance mehr hatte. Kurz vor Schluss kam der Gastgeber durch Jacob nach klugen Abspiel von Chr. Lehmus doch noch zu einem Treffer. Dieser fiel aber zu spät. Die fünfte Niederlage auf eigenem Platz war offiziell.

 

Eine durch und durch bittere Niederlage. In den letzten Minuten verletzte sich Walden durch einen unglücklichen Sturz und musste nach Spielende sogar notärztlich behandelt werden. Inzwischen ist er wieder auf dem Weg der Besserung. Einen weiteren Ausfall für das Ende der Saison musste der KSC durch die rote Karte gegen Jacob hinnehmen, die dieser sich durch unbedachte Äußerungen nach Spielende gegenüber dem Schiedsrichter „verdiente“. Der KSC taumelt dem Saisonende entgegen. Lässt man das Heimspiel gegen den Tabellenletzten Johannisthal außen vor, erlitt man gegen Mahlsdorf bereits die fünfte Saisonniederlage in Folge. Es ist eine Leistungssteigerung von Nöten, will man eine achtbare Saison auch achtbar zu Ende bringen.

 

Spiel: KSC – Eintracht Mahlsdorf 1:2 H:(0:1);
Tore: 0:1 (8.'), 0:2 (84.'), 1:2 Jacob (90.')