Weitere Heimerfolg der 1.Männer - Diesmal nach gefühlten 120 Minuten

Angestrengte Augen der KSC-Verantwortlichen sahen nach dem Spiel in die KSC-Kabine. Sie hatten verdammt nochmal Recht, denn für schwache Herzen war dieser Berlin-Liga-Fig...ht wahrlich nichts.

Wie am Sonntag gegen Makkabi war der KSC zwar auch in der Partie gegen Stern 1900 am Mittwoch, den 28.8.13, nach vorne ausgerichtet. Beide Teams tasteten sich vorerst die ersten 10 Minuten ab. Den ersten Riesen hatte dann aber der KSC, Stassen schoss jedoch nach seinem Durchmarsch dem Keeper aus 16 Meter direkt in die Griffel. Stern 1900 zeigte sich als das erwartet reife Team, strahlte vor allem bei Standards Gefahr aus. Doch der KSC gewann immer mehr Zweikämpfe im Mittelfeld. Der nach seiner Gelbrot-Sperre wieder mitwirkende Speck hatte in der Zentrale mit Paeschke und R. Lehmus viele gute Aktionen. Eine davon führte auch zum Führungstor nach gut 20 Minuten zur KSC-Führung, als bei einem Ballgewinn Paeschke Stassen auflegte. Doch dann kam der Nackenschlag für den Gastgeber. Der bereits früh verwarnte Speck kam in einem Zweikampf eine Viertelsekunde zu spät, traf den Gegner und sah wir beim vorletzten Game gegen den NSC (wieder) Gelb-Rot. Bitter, die restliche Halbzeit 1 verwaltete der KSC dennoch geschickt. Paeschke zog sich auf die "Sechs" zurück. Alles was halbwegs in eigener Kontrolle war wurde auf den hungrigen Stassen geschlagen, der den in einer aussichtsreichen Aktion den Ball leider nur zum Gegenspieler und nicht zu Chr. Lehmus passte. Doch man merkte, dass der Gast aus Steglitz nun im Mittelfeld mehr Platz hatte. Zwei brandgefährliche Aktionen nach Flanken blieben folgenlos.

In Halbzeit 2 vermehrte der Noch-Tabellenzweite den Druck auf das Köpenicker Tor. Bei einem Konter wurde dann aber Stassen im 16er gefällt. Die große Chance blieb ungenutzt, der sonst sichere Gleisinger verschoss den Elfer. Es begannen bittere 30 Minuten. Vor allem durch den Steglitzer Kapi Thurau brannte es im KSC-Strafraum mehrfach lichterloh. Die gefühlten 20 Ecken vom Selbigen waren gut geschlagen, fanden aber nicht den richtigen Abnehmer. Aus dem Spiel heraus hielt die KSC-Verteidigung eigentlich den Ball in aller Regel weg vom 16er und vom stets unter Strom stehenden Kunze. Der Berichterstatter hatte irgendwann keine Lust mehr, die vielen Kopfbälle von Wolgast, die geschickten Tecklings von Walden und die abgebrühten Ablauf-Aktionen von Gleisinger und Kadur zu zählen - im laufenden Spiel einfach gute Abwehrarbeit des KSC. Die Offensive dankte es erst in Minute 80. Zuvor hatte Stassen einen Solo, einen finalen Pass und eine Abschlussaktion aus 16 Metern vergeigt. Doch in vorstehend besagter Minute schickte er den Rechtsaußen Brumm mit einem Pass Richtung 2:0 und damit zu dessen Pflichtspieltor seit dessen KSC-Renaissance in diesem Sommer. Das Spiel schien gelaufen, vor allem weil Stern nach dem einzigen
Wolgast-Schnitzer eine Grosschance aus zehn Minuten zum 1:2-Anschluss ausließ. Thurau besorgte jedoch circa 5 Minuten vor Ende durch einen unhaltbaren Schuss doch noch Selbigen. Er sollten lange restliche 5 Minuten werden. Die ins Spiel gekommenen Kayacillar und Troisch waren zwar offiziell als Läufer vorgesehen, wie ihre Vorgänger Chr. Lehmus und Brumm (siehe Foto links) hieß es jedoch auch für diese in erster Linie, sich in einer abnutzenden Abwehrschlacht den Allerwertesten aufzureißen. Nach mehreren Standards, wo so mancher KSC noch einmal den Atem anhielt, pfiff der Schiri dann ab.

Wieder ein knapper Sieg- Und wieder drei Punkte mehr auf dem Konto. Vor allem Geburtstagskind "Selle" freute sich diebig über den Dreier an seinem Ehrentag, auch wenn der Innenverteidiger leider nicht zum Einsatz kam.

Spiel: KSC -Stern 1900 2:1 H:(1:0) ;
Tore: 1:0 Stassen, 2:0 Brumm, 2:1