Die 1. Männer sind noch nicht in Form – 0:5 gegen Altlüdersdorf

 

Trainer Schickgram war nach seinem ersten Auftritt seiner Männer im neuen Jahr sichtlich angefressen. Zu viele individuelle Fehler in der Abwehr sind dem KSC im Testspiel am Donnerstag, den 30.01.14, seiner Ansicht nach unterlaufen. Hinzu kam eine latente Abschlussschwäche in der Offensive.

 

Nach einer derartigen Klatsche sah es zunächst gar nicht aus. In der trotz des schwierigen Bodens schnell in Fahrt kommenden Partie hatten zwar die Gäste stets die Oberhand. Viele Zweikämpfe im Mittelfeld gingen an die Brandenburger, auch wies der Oberligist das sichere Passspiel auf. Und auch früh kam der Gast zu zwei Kopfballchancen aus jeweils aussichtsreicher Position. Doch das Führungstor der Altlüdersdorfer entstand glücklich. Der eigentlich harmlose Schuss aus gut 20 Metern wurde von Kapitän Kadur für Kunze unhaltbar abgefälscht. Der KSC hatte aber in der ersten halben Stunde ausreichend Gelegenheit, diesen Rückschlag wieder zu egalisieren. Stassens Schuss direkt auf den Altlüdersdorfer Schlussmann war zu wenig für diese außerordentliche gute Gelegenheit. Rechtsaußen Fischer erreichte in zwei Situation gerade so nicht mehr entscheidend die Kugel, um selbige in Tor unter zu bringen. Der Gast blieb jedoch auch stets gefährlich. Zwei Schüsse gingen noch relativ knapp vorbei. Dann bewies der SVA bei zwei individuellen Aussetzern in der KSC-Hintermannschaft die erforderliche Kaltschnäuzigkeit. In nur zwei Minuten wurde so aus einem 0:1- ein 0:3-Rückstand. In der Folge der ersten 45 Minuten verlagerten sich dann die Kräfteverhältnisse immer mehr Richtung Oberligist, der bis zur Pause noch zu weiteren guten Gelegenheiten kam, während gefährliches Auftauchen von KSCern im gegnerischen Strafraum Seltenheitswert bekam.

Nach der Pause begann der KSC zunächst wieder engagierter als er den ersten Durchgang beendet hatte. Stassen verließ in zwei Situation unverständlicher Weise der Mut zum Abschluss. Ein Ehrentor war an diesem Tag auch nicht dem zur Halbzeit eingewechselten Hermstein vergönnt. Von Fischer bzw. R. Lehmus jeweils grandios in Szene gesetzt, schoss der Stürmer aus besten Positionen entweder auf den Keeper, über oder neben das Tor. Schade, denn der KSC wurde ob des Auslassens eigener Chancen so unter Wert geschlagen. Auf der anderen Seite hatte man dann aber auch Glück, einen immer besser in das Spiel kommenden Schlussmann Kunze auf seiner Seite zu wissen. Dieser war beim 0:4 noch machtlos und sah beim 0:5 aufgrund eines Missverständnisses mit Abwehrspieler Julian Steiner äußerst unglücklich aus. Vor allem aber in den letzten 20 Minuten zeigte der Keeper jedoch gute Reaktionen auf der Linie und beim Herauskommen, sodass dem Berlin-Ligist an diesem winterlichen Donnerstagabend das halbe Dutzend erspart blieb. Insbesondere in der zweiten Hälfte der zweiten Halbzeit offenbarte sich ein Klassenunterschied. Denn auch ohne individuelle Felher der Südostberliner verstand des Altlüdersdorf besser, auf dem gefrorenen Boden sich zu dem gegnerischen Gehäuse durch zu kombinieren. Auch stand der SVA hinten insgesamt sicherer, war in den Zweikämpfen präsenter und hatte vorne die besseren Angreifer.

 

Viel Luft nach oben also beim KSC, für den es in gut zwei Wochen (zumindest laut Plan) wieder um Punkte geht.