Grottenschlechter Auftritt in Gatow

 

Die 1. Männer hatten am letzten Sonntag (30.03.14) ihren bis dahin wohl schlechtesten Kick der laufenden Saison abgeliefert. Bei den vom Abstieg bedrohten Spandauern vom SC Gatow hinterließ man eine saumäßig schlechte Visitenkarte und verlor verdient mit 0:2.

 

Die erste Halbzeit begann vorerst ausgeglichen. Erst nach zehn, fünfzehn Minuten erspielte sich der Gastgeber ein leichtes Übergewicht. Der KSC hingegen kam in immer mehr Situationen nicht mehr mit sich selbst oder den holprigen Rasen klar. Die Gatower hingegen setzten auf lange und weite Bälle, was sich als durchaus effektiver heraus stellen sollte. Zudem wirkten sie bissiger und ihren Aktionen durchdachter. Zwei Schreck-Situationen, bei denen der Ball ewig lang im 16er de KSC hin und her flog, ehe er abschließend geklärt werden konnte, überstanden die Schickgram-Schützlinge noch schadlos. Auf der Gegenseite hatte Pohlmann mit einem Schuss aus 16 Metern die beste KSC-Gelegenheit in den ersten 45 Minuten, der Torwart parierte jedoch. Ansonsten kam der KSC nie wirklich in Abschluss-Situationen, oft vertendelte man die Bälle auf den Außenbahnen oder verlor die entscheidenden Zweikämpfe vor dem 16er. Das 1:0 vom SC Gatow ließ dann nicht lange mehr auf sich warten. Eine von außen herein getretene Flanke versengte ein Spandauer per unhaltbaren Kopfstoß aus rund 12 Metern ins linke Eck. Kepper Peka war machtlos. Auch beim 2:0 der Spandauer traf den Köpenick-Schlussmann keine Schuld. Diesmal kam das Unheil über links. Zuerst vertendelten die Gatower per halben Luftloch eigentlich schon den Ball, dann schalteten sie jedoch (wieder Mal) schneller und kamen im zweiten Versuch zum Einschuss.

 

Dem Köpenicker Trainergespann Schickgram und Moschewitsch waren trotz klarer Worte in der Halbzeitansprache keine besseren 45 Minuten vergönnt. Ihr Team brachte es hingegen in den ersten 10 Minuten nach Wiederanpfiff gleich mehrere Male nicht auf die Reihe, den Angriffen des Gegners, der selbst durch das unebene Geläuf und durch begrenzte fußballerische Qualitäten gehindert war, Paroli zu bieten. In einem dieser Angriffe blieb Walden als letzten Mann nur die Notbremse, um den vorausgeeilten Gatow-Stürmer die Chance zur endgültigen Entscheidung zu nehmen. Die KSCer, nun also rund 40 Minuten in Unterzahl, hatten anschließend bei drei Situationen Glück, dass die Gatower ihre vielen gewonnenen Zweikämpfe gegen schläfrig wirkende Abwehrakteure nicht in Tore ummünzten. Auch blieb Peka in zwei Eins-gegen-Eins-Situationen cool und ließ so seine Mannschaft im Spiel. Doch ließ durch den Komplett-Ausfall von Stürmer Stassen, der in der 2. Halbzeit keinen Zweikampf gewann oder einen entscheidenden Pass an den Mitspieler brachte, auch in der Offensive sämtliche Wünsche offen. Auch die Aktionen von Pohlmann und Brumm wirkten glücklos. Einzig Chr. Lehmus verstand es einige Male, mit Dribblings die massive Gatow-Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Er war es auch, der die größte KSC-Chance des Spiels hatte, diese aber ausließ, als er nach Brumm-Pass aus 12 Metern frei vor dem Tor stehend kläglich scheiterte. Es hätte bei einem Tor-Erfolg noch einmal spannend werden können. So verwalteten die Spandauer gegen sich nun auch aufgegebene Südostberliner die Führung und ließen nur noch einen Kopfball von Stassen (über das Tor) zu.

 

Trainer Schickgram nahm kein Blatt vor dem Mund. Er mahnte berechtigter Weise an, dass auch letztes Jahr 36 Punkte nicht zum Klassenerhalt gereicht hätten, jedoch mit dieser Leistung der KSC auf den bisherigen Punkten sitzen bleiben wird. Es ist jetzt an der Mannschaft, im nächsten Heimspiel gegen den SC Staaken (auch vom Abstieg bedroht) ein anderes Gesicht zu zeigen.

 

 

Spiel: SC Gatow - KSC 2:0 H:(0:0)

Tore: 1:0, 2:0