Das Mommsenstadion erobert - Überraschungserfolg der 1. Herren bei TeBe

 

Sieh an - der KSC lebt noch. Nach einer längeren Schwächephase in den letzten zwei Monaten, in denen vor allem in der Fremde Niederlage auf Niederlage folgte, setzten die 1.Herren im vorletzten Auswärtsspiel der Saison (30.05.14) ausgerechnet bei ihrem Auftritt im Mommsenstadion beim Spitzenteam von Tennis Borussia nochmal eine Duftmarke. Mit einer disziplinierten Leistung rang man den Tabellendritten 2:1 nieder.

 

Vor gut 300 Zuschauern nahm der KSC von Beginn an eine defensive Grundordnung an und behielt diese über die gesamte Spielzeit bei. Zwar kam der Gastgeber schon früh zu guten Möglichkeiten. Nach Reimanns Aussetzer musste Peka mit starker Parade rettend tätig werden. Auch bei einem weiteren Abschluss nach geschickten Tiefenpass war der KSC-Schlussmann zur Stelle. Nach dieser Drangphase stand der KSC aber sicher. Durch die zentralen Stützten Wolgast und Kadur in der Innenverteidigung organisiert, wurden nun viele Bälle abgelaufen oder anderweitig entschärft. Zudem wurde den Hausherren immer öfter bei dessen Spielaufbau durch geschicktes Zweikampfverhalten der Ball abgeluchst. Genau darauf wartete vor allem Stürmer Stassen. Konnte dieser sich in den ersten beiden Vorstößen noch nicht in Szene setzen, war er in der 25. Minute nur noch durch ein Foul zu bremsen, dass trotz anderer Auffassung der KSC-Akteure nur mit Geld bestraft wurde. „Sei es drum!“, dachte sich Pohlmann, der aus 18 Metern Maß nahm und den Freistoß über die Mauer ins Tor zirkelte. Die Führung war nicht mal unverdient. Zwar wies der Gastgeber die bessere Spielanlage auf. Außerdem hatte TeBe weitaus mehr Ballbesitz. Doch gute Chancen gab es auch auf Köpenicker Seite zu vermerken. Pohlmann hatte nur wenig später nach seinem Führungstor erneut eine gute Gelegenheit, schoss aber drüber. Weitere Möglichkeiten hatten Stassen, Brumm und Paeschke, bei denen es jeweils nur in der letzte Aktion an Konzentration und Durchschlagskraft fehlte. Brumm war anschließend bei einem weiteren KSC-Konter nur noch durch ein Foul im 16er zu stoppen. Der von ihm selbst zwar platziert aber schwach geschossene Elfmeter wurde vom Torwart pariert. Der für die Sicherheit des Köpenicker Spiels unabdingbare zweite Treffer fiel dann aber doch noch vor der Pause, als Stassen einen zu kurz geratenen Rückpass erlief und den Keeper umkurvte.

 

Zufrieden aber mahnend ob der weiteren 45 Minuten zeigte sich das KSC-Trainergespann in der Kabinenansprache. Und siehe da – wie prophezeit kam TeBe mit der zweiten Luft aus den Kabinen und verlor keine Zeit, erneut Angriff nach Angriff Richtung Köpenicker Tor zu starten. Als der KSC sich bei einem Ballverlust unsortiert zeigte, reichte ein geschickter Tiefenpass zum Anschlusstreffer für TeBe (50.'). Und danach brannte es mehrfach lichterloh. Peka wurde bei einem Angriff gleich zweimal geprüft. Vor allem beim Nachsetzer aus kürzester Distanz zeigte er eine gute Reaktion. Hinzukamen viele gute Vorstöße, bei denen TeBe lediglich die Flanken nicht scharf und/oder genau genug in den 16er des KSC brachte. Nur zwischenzeitlich kam der KSC zu Entlastungsangriffen. Chr. Lehmus bediente bei zwei Kontern Stassen. Den einen Pass konnte der Keeper gerade noch rechtzeitig ablaufen. Beim zweiten Versuch mangelte es dem Stürmer an Mut zur Direktabnahme. Als Pohlmann ein Foul während eines Gegenangriffs unterband, sah der bereits verwandte Torschütze Gelb-Rot. Die letzten 20 Minuten war der KSC nun in Unterzahl. Gleich zweimal wurde es anschließend wieder brenzlich, als jeweils ein Spieler von TeBe in Zweikämpfen mit Reimann und Wolgast im 16er zu Fall kam. Die Pfeife des Schiedsrichters blieb aber stumm. Da Chr. Lehmus bei zwei Kontern kein Auge für den inzwischen eingewechselten Troisch hatte sowie nicht platziert genug abzog, blieb das Geschehen bis zur letzten Minute spannend. Doch dank der Zweikampfstärke (vor allem der von R. Lehmus) in vielen Situationen sowie des herausragenden Wolgast in der Innenverteidigung überstand Köpenick auch die letzten Minuten.

 

Der erst vierte Auswärtserfolg in der laufenden Saison ist somit perfekt.

 

 

Spiel: Tennis Borussia – KSC 1:2 H:(0:2) ;
Tore: 0:1 Pohlmann (28.'), 0:2 Stassen (43.'), 1:2 (50.')