KSC verpasst Achtungserfolg

Nein, auch gegen den dritten oberklassigen Gegner in dieser Vorbereitung konnte der KSC einer Niederlage nicht entrinnen. Am Ende des Spiels am Mittwoch, dem 31.7.13, freute sich der Gegner BSV Hürtürkel über einen 2:1-Sieg.

Das Spiel begann schnell, aber ohne große Torchancen. BSV investierte in die Offensivarbeit mehr, fand aber in der sicher stehenden Abwehrriege W...alden, Kadur, Wolgast, Thiedemann in der Regel die Endstationen ihrer Ballstaffeten. Fernschüsse blieben weitestgehend ohne Gefahr, genau aber auch wie die vorgetragenen Angriffe des KSC. Zu oft war man zu ängstlich oder einfach unglücklich in Eins-Eins-Situationen. Auch die Flügelspieler Speck und Troisch hatten bei ihren Gegenspielern einen schweren Stand. Als nach gut 20 Minuten bei einem eigentlich schon abgefangenen Angriff der Befreiungsschlag postwendend wieder in die Füße des Gegners kam, führte die anschließende Flanke und der darauf folgende Kopfball zur Führung des Oberliga-Aufsteigers. Ärgerlich - genau wie gegen BAK ging somit dem Knackpunkt im Spiel der Köpenicker ein individueller Fehler voraus. Doch der KSC agierte nun offensiv freudiger. Ein Klassenunterschied war weitestgehend nicht erkennbar. Als die halbe Hürtükel-Mannschaft auf einen Pfiff des Schiris wegen angeblichen Stürmerfoul wartete, nahm sich Paeschke, der mit R. Lehmus und Pohlmann die Ballkontaktreiche Zentrale bildete, einfach den Ball und schob ihn am Torwart vorbei. Trotz anhaltender Proteste der Gäste in Richtung Schiri ging es mit 1:1 in die Pause.

Die zweite Hälfte begann der Oberligist sehr viel druckvoller als der KSC. Doch viele Hereingaben waren entweder zu weit oder Beute des langen Schlussmanns Kunze. Zudem hatte Hürtükel bei Direktabnahmen in aussichtsreichen Situationen nicht das Glück des Tüchtigen. Das mögliche 2:1 von Paeschke hätte den Spielverlauf daher auf den Kopf gestellt, doch der Neuzugang aus Biesdorf verzog aus 16 Metern. Wenig später klingelte es dann doch zur in diesem Zeitpunkt verdienten Führung für Hürtürkel. Leider konnte Paeschke in dieser Situation das Eindringen des Stürmers in den Strafraum sowie dessen finale Hereingabe nicht verhindern. Danach gestaltete der KSC die Offensive, die den letztendlichen Ausgleich nicht unverdient darstehen hätte lassen. Stassen traute sich zweimal aus gut 16 Metern nicht aufs Tor zu schießen und passte in Nichts. Brumm konnte eine Hereingabe aus 4 Metern nicht mehr die entscheidende Richtung geben und Chr. Lehmus verkannte in einer Überzahlsituation den richtigen Abspielzeitpunkt und -adressat und vertändelte in Höhe der Strafraumlinie den Ball.

Doch weil Hürtükel sonst die Führung eigentlich sicher verwaltete und fast immer das Spiel der Hausherren früh und effektiv störte, war es am Ende kein unverdienter Sieg, beachte man zudem, dass die Türken jeweils die beiden besseren ersten Hälften der beiden Halbzeiten absolvierten.
Sehr zufrieden war das Trainergespann Schickgram und Moschewitsch, das eine kämpferisch überzeugende und disziplinierte Partie seiner Schützlinge lobte.

Spiel: KSC – Hürtürkel 1:2 H:(1:1)
Tore: 0:1, 1:1 Paeschke, 1:2