Kunze sichert dritten 2:1-Sieg in Folge

Der KSC kommt bei den Wilmersdorfern vom Berliner SC zum bereits vierten Saisonsieg - und dem ersten auf fremden Geläuf. Doch neben einer sympathischen Dame namens Fortune stand dem KSC an diesem Sam...stag (31.8.13) vor allem ein bärerstarker Keeper Kunze (Foto) zur Seite.

Trotz mahnender Worte der Trainer Schickgram und Moschewitsch verschliefen die Wendenschlosser wieder den Beginn einer Auswärtspartie. Berliner SC wirkte vor allem im Offensivspiel durch ihre beweglichen Sechser spritziger und gefährlicher. Zweimal wurde es für den Gast in der Anfangsphase eng, noch blieben die BSC-Angriffe folgenlos. Aber vor allem Troisch auf der rechten Aussenbahn, Wolgast in der Innenverteidigung und das links-Aussengespann Gleisinger/Brumm hatten mit ihren Gegenspielern alle Mühe. Das 1:0 dann für den BSC alles andere als unverdient. Der gut reagierende Kunze war im Eins-Eins stark, jedoch gegen den Nachschuss machtlos. Vorne hatte der KSC erst nennenswerte Aktionen nach dem Rückstand. Einen KSC-Konter verstolperte Paeschke leider unglücklich. Stassen schoss dann aus dem Nichts mal eben an das Tor-Gestänge. Und jetzt, nach circa 30 Minuten, nahm der KSC den Kampf auf den holprigen Rasen an. Die Lehmus-Brüder und nun auch Troisch und Brumm kamen besser in die Partie. Und kurz vor der Pause wurde dann dieser Aufwärtstrend belohnt, als Stassen eine Troisch-Flanke einnickte.

Nach der Pause und richtigen Worten von Trainer Schickgram in der Kabine verlagerten sich die Kräfteverhältnisse nun endgültig wieder zu gleichen Teilen auf beides Teams, die beide mit guten Chancen aufwarteten. Stassens Heber klatschte an die Latte, auf der Gegenseite rettete Kunze zweimal gegen den BSC-Angreifer, mit dem Wolgast einfach nicht zu Recht kam. Einen weiteren Kopfball aus 5 Metern parierte der TSVRudow-Zugang bravourös. Das Hin-und-Her gefiel nicht nur den Fans. Auch Chr. Lehmus wusste nun mehr mit sich anzufangen. Leckere Bälle kamen vor allem von ihm in Richtung Stassen, der bei einer Aktion von außen in den Strafraum des Berliner SC hechelte, wo, wie letzte Woche, Brumm dankend den Fuss hinhielt. Wieder mal musste nun eine Führung über einen längeren Zeitraum verteidigt werden. Vorne hätte Stassen durch Querpass auf den frisch eingewechselten Hartung für klare Verhältnisse sorgen können, der Pass kam jedoch nie an. Es war an diesem Tag Kevin Kunze vorbehalten, der Garant für den Sieg zu sein. Den auch als der sonst sichere Kadur seinen Gegenspieler ziehen ließ, war der KSC-Keeper im abermaligen Eins-Eins einfach cool wie Sau.

Der Schiri Pfiff ab, ein weiterer, diesmal eher glücklicher Sieg war perfekt, wenngleich spielerisches KnowHow banaleren Tugenden wie Kampf und Willen weichten musste. Dem KSC kann's egal sein, man grüßt, zumindest eine Nacht lang, von Tabellenplatz 2.

Spiel: Berliner SC -KSC 1:2 H:(1:1) ;
Tore: 1:0, 1:1 Stassen, 1:2 Brumm